Autorentätigkeit für den IWW-Verlag

Ersatz eines verlorenen Zahns durch ein Implantat mit einer vollverblendeten Krone nach einem Schulunfall

AAZ-06_2016_Seiten-16-18

Die Honorierung einer Auskunft an die PKV

Welche Gebührenposition würden Sie berechnen?

Der Zahnarzt muss den privaten Versicherungen Auskünfte über die geplante oder durchgeführte Behandlung erteilen, wenn vorher eine Schweigepflichtsentbindung vom Patienten erfolgt.
Diese bieten dem Zahnarzt meistens nur ein Honorar nach GOÄ 75 (ausführlicher schriftlicher Krankheitsbericht, 2,3fach zu 17,43 EUR) an.
Eine Auskunft an eine private Versicherungen ist keine medizinisch notwendige Leistungen, daher kommt die GOÄ nicht zur Anwendung, sondern die §§ 612 und 670 BGB. Die Höhe des Honorars orientiert sich am erforderlichen Aufwand. Der Zahnarzt sollte sich keinesfalls auf die Position Ä75 einlassen. Der benötigte Zeitaufwand und damit das Honorar sollten sich am Kostensatz einer Praxisstunde orientieren.
Die Zahnärztekammer Niedersachsen (Stand: Dezember 2009) äußert sich zur Berechnung der Auskunft wie folgt:
„Fordern private Krankenversicherer direkt beim Zahnarzt die weitergehende Ausfüllung umfangreicher Fragebögen oder die Erstellung ausführlicher Bescheinigungen an, kann dies nur auf Grundlage eines eigenständigen Werkvertrages gemäß § 631 ff. BGB erfolgen.
Verlangt ein Patient, auch initiiert durch seine Versicherung, vom Zahnarzt die Beantwortung umfangreicher Anfragen, so ist diese Leistung aufgrund fehlender zahnmedizinischer Notwendigkeit (§ 1 Abs. 2 GOZ) als Leistung auf Verlangen unter Beachtung der Bestimmungen des § 2 Abs. 3 GOZ berechnungsfähig.
In beiden Fällen handelt es sich nicht um eine medizinisch notwendige Heilbehandlung gemäß § 1 Abs. 3 Zahnheilkundegesetz, bzw. § 1 Abs. 2 GOZ/GOÄ.
Die Gebührenpositionen der GOZ/GOÄ kommen daher nicht zur Anwendung, da die genannten Gebührenordnungen den Fall einer Auskunftserteilung an private Krankenversicherungen nicht erfassen.“

Das Honorar sollte vorher zwischen dem Zahnarzt und der privaten Versicherung vereinbart werden.

Berechnung eines Glasfaserstiftes und einer definitiven dentinadhäs. Füllung

Wie würden Sie eine Versorgung eines Zahnes mit einem Glasfaserstift und einer definitiven dentinadhäsiven Füllung abrechnen?
In der GOZ 2012 ist die Gebührenposition 2195 Vorbereitung eines zerstörten Zahnes durch einen Schraubenaufbau oder Glasfaserstift o.Ä. zur Aufnahme einer Krone beschrieben. Es ist vorgesehen, dass neben der 2195 die Aufbaufüllung mit der GOZ-Pos. 2180 berechnet wird und eine Überkronung des Zahnes folgt.

Neben dieser Leistung dürfen Sie das adhäsive Befestigen nach der GOZ 2197 berechnen, aber nicht die Füllungen nach den GOZ-Nr.: 2050-2120.

Wird, wie in diesem Behandlungsfall, ein Zahn mit einem Stiftaufbau und einer definitiven dentinadhäsiven Zahnmodellation versorgt und erfolgt keine anschließende Überkronung des Zahnes, so handelt es sich um eine Versorgung, welche nicht in der GOZ 2012 beschrieben ist, sodass die Abrechnung als sogenannte Analogleistung gemäß § 6 Abs. 1 GOZ berechnet wird.

Kommentar der Bundeszahnärztekammer (GOZ-Kommentar/Stand 21.09.2012):
Die definitive Versorgung eines Zahnes mit einer plastischen Füllung nach den Nummern 2050 ff. in Kombination mit einem Stiftaufbau ist nicht beschrieben und muss daher analog berechnet werden.“

Wie oft darf die GOZ 1010 abgerechnet werden?

GOZ 1010
Kontrolle des Übungserfolges einschließlich weiterer Unterweisung, Dauer mindestens 15 Minuten. Leistungsinhalt: Die Erhebung von Mundhygiene-Indizes, das Anfärben der Zähne, die praktische Unterweisung mit individuellen Übungen und die Motivierung des Patienten.
Denken Sie daran, dass diese Leistung nur dreimal im Jahr berechnungsfähig ist. Die erneute Abrechenbarkeit orientiert sich an der ersten abgerechneten GOZ 1010 in dem Jahr. Man spricht von einem Jahreszeitraum. Dreimal GOZ 1010 in dem Jahreszeitraum sind abrechenbar. Hier ein Beispiel: Erste Abrechnung erfolgte am 31.01., die zweite Sitzung erfolgte am 20.7. und die dritte Sitzung am 01.11..
Nun darf die erste 1010 in dem Folgejahr erst wieder am 01.02. abrechnet werden, nicht vorher.
Sollten Sie die GOZ 1010 mehr als dreimal in einem Jahreszeitraum durchführen, dann empfiehlt die BZÄK die vierte GOZ 1010 analog nach §6 Abs. 1 zu berechnen.

Taschentiefen an einem Implantat eintragen

Taschentiefen im PA-Befund bei Solutio an einem Implantat eintragen:

Sollte im 01-Befund ein Steg oder ersetzter Zahn auf einem Implantat eingetragen sein, dann ist es nicht möglich die Taschentiefen für das Implantat unter PA-Befund einzutragen.

Ich zeige Ihnen, wie es geht:
Sie gehen in den 01-Befund markieren das Implantat und gehen auf das 01-Befund-Symbol „o.B.“ (ohne Befund). Dann klicken Sie auf „I“ für Implantat und geben dann die Krone an. Wenn Sie nun auf PA-Befund gehen, dann können Sie wieder die Taschentiefen für das Implantat angeben.